Warum Sportler Kreatin zu sich nehmen sollten
Um es ganz klar zu sagen: Die Belege für positive Auswirkungen von Kreatin auf den Körper sind überwältigend. Studie um Studie hat in der Vergangenheit die Vorteile unterstrichen. Doch der Reihe nach:
Vereinfacht gesagt hilft Kreatin dem Körper dabei, hohe Leistung länger aufrecht halten zu können. Schon durch Einnahmen von geringen Mengen Kreatin kann man dies feststellen. So zogen Forscher in einer kleinen Studie mit Hochschul-Volleyballspielern den Schluss, dass schon nach einem Monat Kreatin-Einnahme die Sprungkraft um 2% zunahm (3).
Auch die Internationale Gesellschaft für Sportlerernährung hat die Vorteile von Kreatin in einem Positionspapier bekräftigt (4). Kreatin wird dort als das zurzeit beste Nahrungsergänzungsmittel für Athleten beschrieben, um ihre Maximalkraft zu steigern und ihre sogenannte lean body mass zu steigern. Dies konnte zum Beispiel an verschiedenen Profisportlern aus Football und Eishockey in unabhängigen Experimenten nachgewiesen werden.
Neben dem Vorteil, schneller Muskeln aufbauen zu können und länger hohe Leistungen abrufen zu können, hilft Kreatin dabei, die Regenerationszeit nach einem Workout zu verkürzen, Knorpel zu bilden und Knochen zu stärken und verschiedene kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnisleistung zu verbessern (5).
Negative Effekte
Oft wird befürchtet, dass die Kreatin-Einnahme die Niere schwächen könnte. Dies ist vielfach widerlegt worden. Eine Meta-Studie wertete 12 Studien aus, die die Auswirkung von Kreatin auf die Nierenfunktion untersucht hatten. Das Ergebnis: Kreatin hat keinerlei negative Wirkung auf die Niere bei gesunden Erwachsenen, solange die empfohlenen Mengen (zu Beginn 20 Gramm und danach 3 Gramm pro Tag) eingehalten werden (6).
Fazit
Man kann am Ende die positiven Auswirkungen von Kreatin und einer erhöhten Menge Kreatin im Körper nicht übersehen: Mithilfe von Kreatin kann die Maximalkraft, wichtig unter anderem bei Sprints und Gewichtheben, verbessert werden und die reine Muskelmasse vergrößert werden. Zudem stärkt Kreatin Herz und Knochen. Vor allem (Leistungs-)Sportler können von diesen Vorteilen profitieren. Und genau deshalb wird Kreatin seit Jahren im Hochleistungssport eingesetzt, und das ganz legal. Besonders nützlich ist die verringerte Regenerationszeit, die der Körper nach der Belastung benötigt. Darüber hinaus sind die negativen Effekte von Kreatin nichts als Mythen. In zahlreichen klinischen Studien konnte keine Schädigung der Niere oder anderer Organe festgestellt werden, sodass klar wird, dass alle Menschen, die ernsthaft daran interessiert sind, Muskeln aufzubauen und hohe Leistungen zu bringen, Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel in ihren Trainingsplan einbauen sollten.
(1) – http://www.dopinginfo.de/rubriken/07_info/NEM_Braun_2010.pdf – Nahrungsergänzung im Sport – Braun, Köhler, Geyer
(2) – http://journals.humankinetics.com/ijsnem-back-issues/ijsnem-volume-19-issue-1-february/DietarySupplementUseAmongEliteYoungGermanAthletes –
Dietary Supplements Use Among Elite Young German Athletes – Braun, Köhler, Geyer
(3) – http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21941005 – Effect of Creatine Supplementation on Jumping Performance in Elite Volleyball Players. – Lamontagne-Lacasse, Nadon
(4) – http://www.jissn.com/content/4/1/6 – International Society of Sports Nutrition position stand: creatine supplementation and exercise
(5) – http://www.rosenfluh.ch/images/stories/publikationen/sze/2008-05/11_Kreatin_5.08.pdf – Mehr Energie – mehr Leistung Kreatin – warum, wann und für wen ?– Wallimann
(6) – http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15273072 – Effects of creatine supplementation on renal function. – Yoshizumi